Feministische Philosophie

Die Rubrik "feministische Philosophie" gilt für die Arbeit in vielen philosophischen Teilbereichen, die häufig mehrere Disziplinen umfassen. Die Arbeit verbindet das Engagement der Autoren für den Feminismus in irgendeiner Form und ihre Überzeugung, dass eine Auseinandersetzung zwischen Feminismus und Philosophie sowohl theoretischen als auch praktischen Nutzen für alle haben wird.

Einige Arbeiten in der feministischen Philosophie konzentrieren sich auf philosophische Fragen, die im Verlauf des feministischen politischen Aktivismus entstanden sind. Es überrascht nicht, dass ein Großteil dieser Arbeit in der politischen Philosophie oder Ethik liegt. Einige Arbeiten in der feministischen politischen Philosophie bestehen aus der Artikulation und Verteidigung der feministischen Theorie, während andere Arbeiten die Beziehungen zwischen der feministischen politischen Theorie und anderen allgemeineren politischen Theorien wie Liberalismus und Sozialismus untersuchen. Viele frühe Arbeiten in der feministischen Ethik befassten sich mit Fragen der praktischen Ethik, die Frauen besonders beschäftigten, wie Abtreibung und positive Maßnahmen.

In den achtziger und neunziger Jahren stützten sich feministische Philosophen jedoch zunehmend auf andere Bereiche der Philosophie, um Klarheit über grundlegende Konzepte der feministischen Theorie und abstrakte Grundfragen zu gewinnen. Die feministische Arbeit in der Metaphysik greift beispielsweise Themen wie den ontologischen Status von Kategorien wie "Geschlecht" und "Rasse", die Grundlage der persönlichen und kulturellen Identität, die Natur der Wahrheit sowie die Natur der Freiheit und Autonomie auf. Die feministische Arbeit in der Erkenntnistheorie befasste sich unter anderem mit der Beziehung zwischen praktischem und theoretischem Wissen, der Natur der Intuition, der Rolle des Vertrauens und anderer Emotionen bei der Erlangung von Wissen, der sozialen Konstruktion von Fachwissen und der Natur der Objektivität. Feministische Wissenschaftsphilosophen stellen Fragen wie, warum die Wissenschaft so oft auf der Seite des Sexismus steht und warum so wenige Frauen bis heute in wissenschaftliche Bereiche eintreten. Andere aufkeimende Bereiche der feministischen Philosophie sind die feministische Rechtstheorie und die feministische Ästhetik.

Feministische Philosophen waren auch daran interessiert, die Auswirkungen des historischen Ausschlusses von Frauen aus der Disziplin der Philosophie zu verstehen. Dieser Ausschluss hat verschiedene Formen: Erstens hatten Frauen bis vor kurzem nur sehr wenig Gelegenheit, sich mit systematischen philosophischen Studien zu befassen. zweitens haben Frauen und Geschlechterverhältnisse von den männlichen Autoren, die den philosophischen Kanon dominieren, nur sehr wenig philosophische Aufmerksamkeit erhalten; und drittens, wenn Frauen in der kanonischen Literatur diskutiert werden, werden sie fast mit Ausnahme als intellektuell und moralisch schlechter als Männer dargestellt. Feministische Philosophen waren bemüht, diese verschiedenen Ausschlüsse zu dokumentieren, zu analysieren und zu erklären. Einige feministische Philosophen, darunter vor allem viele feministische Wissenschaftsphilosophen, sind zu dem Schluss gekommen, dass die Methoden und zentralen Konzepte der traditionellen westlichen Philosophie durch eine "androzentrische" Tendenz korrumpiert wurden - eine allgegenwärtige Annahme, dass eindeutig männliche Merkmale und Erfahrungen angemessene normative Standards für die ganze Menschheit. Andere feministische Philosophen argumentieren, das Problem liege in grob falschen Behauptungen über Frauen, die herausgeschnitten werden können, ohne die traditionellen Methoden oder Konzepte zu beeinflussen. Feministische Philosophiehistorikerinnen haben sich auch mit der "Entdeckung" weiblicher Philosophen befasst, die weder in ihrer Zeit noch in der Gegenwart richtig anerkannt wurden.

Als Ergebnis dieser Art von Untersuchungen sind viele feministische Philosophen zu dem Schluss gekommen, dass eindeutig feministische Methoden erforderlich sind, und haben sich zusammen mit feministischen Theoretikern anderer Disziplinen mit der Entwicklung solcher Methoden befasst. Typischerweise konzentrieren sich diese Methoden auf Arten des Wissens, die durch die Mainstream-Philosophie verunglimpft oder ausgeschlossen wurden, und betonen somit den kognitiven Wert der Emotionen, der praktischen Erfahrung und der sozialen Interaktion.

Feministische Philosophen kommen aus einer Vielzahl von intellektuellen Hintergründen und berufen sich auf eine Vielzahl von Figuren und Texten. Während sich feministische Philosophen nicht alle darüber einig sind, wie tief sexistisch das Feld ist, stimmen sie darin überein, dass es in der institutionellen Kultur der akademischen Philosophie viel gibt, was Frauen feindlich gegenübersteht. Feministische Philosophen arbeiten individuell und gemeinsam für Reformen durch informelle berufliche Netzwerke und durch Organisationen wie das Komitee für den Status der Frau der American Philosophical Association und die Gesellschaft für Frauen in der Philosophie.

[VORLÄUFIGE VOLLAUTOMATISCHE TEXTÜBERSETZUNG - muss noch überarbeitet werden. Wir bitten um Ihr Verständnis.] Analytischer Feminismus; Feminismus und kontinentale Philosophie; Feminismus und Pragmatismus; Feminismus und Philosophiegeschichte; Feministische Ästhetik und Kritik; Feministische Erkenntnistheorie; Feministische Ethik; Feministische Rechtstheorie; Feministische Metaphysik; Feministische Wissenschaftstheorie; Feministische soziale und politische Philosophie.

Literaturverzeichnis

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Louise M. Antony (2005)