Galán, Juli (1959–2006)

Julio Galán, ein mexikanischer Maler und gebürtiger Múzquiz, Coahuila, wurde am 5. Dezember 1959 geboren. Von 1978 bis 1982 studierte er Architektur an der Monterrey University. 1980 begann er in Monterrey an der Galería Arte Actual Mexicano auszustellen. Nach seinem Abschluss gab er die Architektur auf und widmete sich der Malerei. Zu seinen Einflüssen gehörten Frida Kahlo, Andy Warhol und David Hockney sowie populäre mexikanische Malerei, Comics und mexikanischer und amerikanischer Kitsch. Kahlo war für viele mexikanische Künstler der 1980er Jahre ein Symbol für die Freiheit vom mexikanischen künstlerischen Status quo und gab jungen Künstlern die Erlaubnis, sich selbst und ihre zu erkunden Mexikanitätoder mexikanische nationale Identität. Das traditionelle ex-votoand retablo Formate des neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhunderts finden sich in Galáns Werken wieder. Seine Bilder sind oft autobiografisch und surrealistisch, manifestieren sich in zweideutigen Erzählungen - wobei einzelne Elemente nicht miteinander in Beziehung zu stehen scheinen - und verwenden disjunktive Perspektiven.

Galáns Bilder enthalten häufig sowohl schwule als auch religiöse Referenzen. In diesem Zusammenhang hat der Künstler häufig sein eigenes Bild in seine Werke aufgenommen, was auf persönliche Unklarheiten hindeutet. Nach Mitte der 1980er Jahre lebte Galán in Monterrey, New York und Paris. Er starb am 4. August 2006. Seine Arbeiten sind weit verbreitet und werden international ausgestellt.