Mella, ramón matías (1816–1864)

Ramón Matías Mella (b. 25 Februar 1816; d. 4. Juli 1864), dominikanischer Revolutionär, aktiv in der nationalistischen Bewegung, die 1844 zur Gründung der Dominikanischen Republik führte. 1822 fiel die Insel Hispañola unter die Kontrolle haitianischer Bürokraten und Soldaten. 1838 organisierten Mella und andere dominikanische Nationalisten einen Geheimbund, La Trinitaria (Der Trinitarier), um den korrupten haitianischen Diktator Jean-Pierre Boyer zu stürzen. Mella und die Trinitarier schlossen sich aus taktischen Gründen La Réforme an, einer haitianischen Reformbewegung unter der Führung von Charles Hérard.

Nachdem Boyer 1843 besiegt worden war, wandte sich Hérard jedoch gegen seine dominikanischen Verbündeten und ließ Mella und andere Trinitarier in Port-au-Prince verhaften und inhaftieren. Ein Aufstand gegen Hérard, der 1843 in Port-au-Prince ausbrach, wurde nur mit Hilfe von Mella und seinen dominikanischen Truppen niedergeschlagen. Als Belohnung wurden Mella und sein dominikanisches Regiment von Hérard freigelassen. Bald nach ihrer Ankunft in Santo Domingo, dem östlichen Teil der Insel Hispañola, begannen Mella und seine Anhänger, sie zurückzuerobern und die Unabhängigkeit zu proklamieren. Am 27. Februar 1844 sicherten Mella und seine Streitkräfte die Stadt Santo Domingo und erklärten die Unabhängigkeit von Haiti. Mella wurde zum Mitglied der neuen regierenden Junta ernannt, die die Aufgabe hatte, die neue Regierung zu organisieren. Aber auch nach der Niederlage der Haitianer war Mellas Leben nicht sicher, da unter den neuen Herrschern der Republik erbitterte Kämpfe ausbrachen. Im Sommer 1844 übernahm der mächtige Rancher Pedro Santana die regierende Junta und ließ Mella inhaftieren. 1848 akzeptierte Mella eine allgemeine Amnestie und wurde aus dem Gefängnis entlassen.