Nava, Gregory (1949–)

Gregory Nava, ein mexikanisch-amerikanischer Filmregisseur, Autor und Produzent, möchte hispanische Geschichten und Charaktere in den Mainstream der US-Populärkultur bringen. Nava wurde am 10. April 1949 in San Diego geboren und besuchte die UCLA-Filmschule. Sein erster großer Erfolg als Regisseur war El Norte (1984), die er zusammen mit seiner Frau Anna Thomas schrieb. Der Film erzählt die Geschichte eines guatemaltekischen Bruders und einer guatemaltekischen Schwester, die illegal in die USA einwandern. In vielen seiner Filme stellt Nava hispanische Charaktere in Geschichten, die eine universelle Botschaft enthalten, in den Mittelpunkt des Geschehens. selena (1997) ist eine Biografie des in Texas geborenen Sängers, der zum lateinamerikanischen Musikstar wurde. Why Do Fools Fall in Love (1998), auch die Geschichte eines beliebten Sängers, konzentriert sich in diesem Fall auf einen Afroamerikaner, Frankie Lymon. Der Spielfilm Meine Familie / Mi familia (1995) und das PBS-Drama American Family (2002, 2004) bieten Porträts mexikanischer Familien in den USA mit mehreren Generationen an. Obwohl seine Arbeit von einigen als melodramatisch beschrieben wurde, hat er kritisches Lob sowie Oscar- und Emmy-Nominierungen erhalten. Sein Film Bordertown (2006) wurde bei den Berliner Filmfestspielen 2007 für einen Goldenen Bären nominiert. Nava hat mit bekannten Latino-Schauspielern aus den USA und Lateinamerika zusammengearbeitet, darunter Sonia Braga, Jennifer Lopez, Esai Morales, Edward James Olmos und Raquel Welch.