Ottawa-Abkommen (1932)

Ottawa-Abkommen (1932), eine Reihe handelspolitischer Initiativen, die von Großbritannien und seinen Herrschaften ergriffen wurden. Aus der Ottawa-Konferenz von 1932 gingen nicht eine, sondern sieben separate Vereinbarungen hervor, die die Argentinier als "schwarze Pakte" bezeichneten. Obwohl der tollwütige anti-argentinische Pressebaron Lord Beaverbrook keinen Unterschied zwischen diesen Pakten und einem achten zwischen London und Buenos Aires sah, gab es dennoch einen entscheidenden Unterschied. Während die Herrschaften darauf drängten, einen Fortschritt auf dem britischen Markt zu maximieren, bemühten sich die Argentinier, einen Rückzug zu minimieren. Die ersteren brachten aussagekräftige Argumente auf: Erstens hatte Großbritannien lange Zeit Präferenzen auf imperialen Märkten genossen und im Gegenzug wenig eingeräumt. Mit der Aussetzung des Freihandels und der Einführung von Zöllen könnten die Herrschaften auf viel mehr drängen. Da die Weltwirtschaftskrise Mitgefühl forderte und das Statut von Westminster (1931) die politische Kontrolle von London aus schwächte, musste die anschließende imperiale Konsolidierung wirtschaftlich sein.

Die wichtigsten Auswirkungen der Ottawa-Abkommen für Argentinien waren, dass 33.2 Prozent der britischen Importe nun zollpflichtig waren, verglichen mit 17.3 Prozent kurz vor der Konferenz. (Vor 1930 waren keine Gegenstand.) Es gab auch starke Einschnitte bei den argentinischen Exporten, was den Herrschaften mehr Exporte nach Großbritannien ermöglichte. Um diesen Schrägstrichen entgegenzuwirken, wurde 1933 der umstrittene Roca-Runciman-Pakt zwischen London und Buenos Aires ausgehandelt.