Paläste und Stadthäuser

Während der Renaissance besaßen viele wohlhabende Personen prächtige Paläste und Stadthäuser. Der Aufstieg einer erfolgreichen Handelsklasse führte zusammen mit einer erneuten Wertschätzung für klassische Architektur und Design zu einer Nachfrage nach großartigen Privathäusern. Der Renaissance-Palazzo, eine elegante Residenz in einem bestimmten Stil, entstand erstmals im 1400. Jahrhundert in Florenz. Schließlich übernahmen Architekten in anderen Städten den florentinischen Stil und fügten neue Funktionen hinzu, die ihren Kunden * entsprachen.

Florenz Während des Mittelalters lebten wohlhabende florentinische Familien in Gebäuden, die aus Ansammlungen von Gebäuden bestanden. Zu den Verbindungen gehörten häufig Wehrtürme, überdachte Gehwege (Loggien) mit Blick auf die Straße und Geschäfte auf der unteren Ebene. Mitte des 1400. Jahrhunderts wich dieser Entwurf dem Palazzo-Stil - einem einzigen hohen Gebäude mit vier Flügeln, das einen zentralen Innenhof umgibt. Die Fassade * war mit grob fertiggestelltem Stein bedeckt und mit Ornamenten wie geschnitzten Formteilen, dem Familienwappen oder den persönlichen Symbolen der Gönner verziert.

Der Palazzo war privater als das mittelalterliche Gelände. Die Loggien blickten auf den Innenhof anstatt auf die Straße, und der Wohnbereich der Familie befand sich im zweiten Stock (dem Erdgeschoss) von den öffentlichen Bereichen entfernt. Der Innenhof bot Platz für Bankette und Feiern, die vom Rest des Gebäudes umschlossen waren. Da viele florentinische Paläste wohlhabenden Kaufleuten gehörten, befanden sich im Erdgeschoss häufig Lagerräume und andere Räume, die mit den kommerziellen Aktivitäten der Familie verbunden waren.

Verschiedene Architekten haben den Florentiner Palästen neue Gestaltungselemente hinzugefügt. Der von Leon Battista Alberti erbaute Palazzo Rucellai (1450er Jahre) enthielt Reihen klassischer Säulen an der Fassade. Dies wurde ein beliebtes Merkmal in der Palastgestaltung, insbesondere außerhalb von Florenz. Der von Giuliano da Sangallo erbaute Palazzo Strozzi (1489–1490) führte eine strenge Symmetrie * des Designs ein, die die Platzierung von Fenstern und anderen Merkmalen sowie die Anordnung der Räume rund um den Innenhof beeinflusste.

Rom und Venedig. Römische Paläste entstanden eher aus mittelalterlichen Burgen als aus städtischen Gebäuden. Infolgedessen waren sie sperriger und enthielten weniger Ornamente als die in Florenz. Die Fassade und die Wände der römischen Paläste hatten nur wenige Öffnungen und befestigte Türme, die auf militärische Stärke hindeuteten. Die Anordnung der römischen Paläste war unterschiedlich, umfasste jedoch häufig zwei oder mehr Flügel um einen offenen Innenhof und hintere Loggien mit Blick auf weitläufige Gärten. In den 1500er Jahren führte der florentinische Einfluss zur zunehmenden Verwendung von Symmetrie und klassischen Elementen.

Venedig hatte lange vor der Renaissance eine Palasttradition. Gotische * Paläste mit unregelmäßig verteilten Arkaden (überdachte Durchgänge) und bunten Wänden säumten die Kanäle der Stadt. In den 1400er Jahren verbanden sich gotische und Renaissance-Elemente zu einem venezianischen Palazzo-Stil. Viele der mächtigen Familien Venedigs bewunderten die antike römische Kultur und waren eng mit dem römischen Adel verbunden. Aus diesen Gründen wurde das venezianische Palazzo-Design stark vom römischen Stil übernommen.

Frankreich. Das französische Äquivalent des italienischen Palazzo war das Villa, das Stadthaus einer Adelsfamilie. Aber anders als in Italien gehörten zu den Bewohnern dieser Stadthäuser keine Angehörigen der Mittelklasse. Scharfe soziale Unterschiede in Frankreich unterschieden die Residenzen der Oberschicht von den maisons (Häuser) von wohlhabenden Kaufleuten.

Im Mittelalter die zuhause war wie eine Burg in der Stadt, aber Mitte des 1500. Jahrhunderts wurde der italienische Stil populär. Franz I. (reg. 1515–1547) lud italienische Designer wie den venezianischen Architekten Sebastiano Serlio an seinen Hof ein. Sie wendeten die Prinzipien der italienischen Renaissance auf den französischen Stadthausstil an.

Die Stadthäuser der französischen Renaissance bestanden aus einem Hauptblock zwischen einem Innenhof und einem Garten. Flügel umschlossen zwei Seiten des Hofes und eine Mauer trennte das Haus von der Straße. Die Fassade, die oft mit klassischen Elementen wie Säulen dekoriert war, hatte eine große Tür. Wie in Rom ist die zuhause wurde in Suiten von Räumen wie einer Haupthalle, einem Schlafzimmer und einem Arbeitszimmer organisiert.

([VORLÄUFIGE VOLLAUTOMATISCHE TEXTÜBERSETZUNG - muss noch überarbeitet werden. Wir bitten um Ihr Verständnis.]Die Architektur; Schlösser und Villen. )

* klassisch

in der Tradition des antiken Griechenlands und Roms

* Boss

Unterstützer oder finanzieller Sponsor eines Künstlers oder Schriftstellers

* Fassade

vor einem Gebäude; äußeres Erscheinungsbild

* mittelalterlich

unter Bezugnahme auf das Mittelalter, eine Zeit, die um 400 n. Chr. begann und um 1400 in Italien und 1500 im übrigen Europa endete

* Symmetrie

Gleichgewicht entsteht durch passende Formen auf gegenüberliegenden Seiten einer Struktur

* Gotisch

Architekturstil, gekennzeichnet durch Spitzbögen und hohe, dünne Wände, die von fliegenden Strebepfeilern getragen werden

siehe Farbtafel 8, vol. 3