Paradies

El Paraíso (Chuquitanta), eine monumentale Stätte aus der späten Präkeramik an der zentralen Küste Perus. Unter den vielen archäologischen Schätzen der peruanischen Wüstenküste befinden sich massive architektonische Komplexe aus Stein und Lehm, die als zeremonielle oder administrative Zentren dienten und aus der späten vorkeramischen und anfänglichen (frühen Keramik-) Zeit stammen (ca. 2000 v. Chr. - 1400 v. Chr.). Zu den beeindruckendsten gehört der Standort El Paraíso, ein Komplex aus acht oder neun Steingebäuden im Chillón-Tal nördlich von Lima. Die zwischen 125 und 1800 v. Chr. Besetzte Stätte wurde von den Archäologen Frédéric Engel (Mitte der 1500er Jahre) und Jeffrey Quilter (Mitte der 1960er Jahre) untersucht.

El Paraíso ist die größte der frühen monumentalen Stätten der peruanischen Küste. Die Komplexe der Räume, aus denen sich das Gelände zusammensetzt, bestehen aus in Ton gelegtem Feldstein. Die Wände waren oft mit Lehmputz bedeckt, der jetzt zerfiel. Die zwei größten architektonischen Einheiten sind 1,320 Fuß lang und parallel zueinander, ungefähr 594 Fuß voneinander entfernt. Der Bereich zwischen diesen Einheiten könnte ein Platz gewesen sein. Andere Raumkomplexe sind kleiner; Das Vorhandensein von architektonischen Einheiten und öffentlichen Räumen unterschiedlicher Größe lässt darauf schließen, dass auf dem Gelände verschiedene zeremonielle, administrative und Wohnaktivitäten durchgeführt wurden.

Quilter und Kollegen konzentrierten ihre Forschung auf die Rückgewinnung von Speiseresten aus Wohngebieten des Standorts. Sie fanden heraus, dass Fisch neben einer Vielzahl von Kultur- und Wildpflanzenfutter das wichtigste verzehrte Tier war. An diesem Standort gab es reichlich Baumwollreste - die späte Vorkeramik der peruanischen Küste wird traditionell als Baumwollvorkeramik bezeichnet - und Forscher schlagen vor, dass El Paraíso die Baumwollproduktion in der Region Chillón-Rímac kontrollierte und entwickelte.