Sigaud, Eugenio de Proença (1889–1979)

Eugenio de Proença Sigaud (b. 1889; d. 1979) Brasilianischer Architekturingenieur und Maler. Sigaud wurde im Inneren des Bundesstaates Rio de Janeiro geboren und zog Anfang der 1920er Jahre nach Rio, um an der National School of Fine Arts Architektur zu studieren. Dort half der Künstler Modesto Brocos, Sigauds Zeichenfähigkeiten zu perfektionieren. 1931 gründete Sigaud zusammen mit Edson Mota, João Rescala, José Pancetti, Milton Dacosta und anderen jungen Künstlern den Núcleo Bernardelli, eine Gruppe, die dem ästhetischen Traditionalismus der National School of Fine Arts entgegenwirken wollte. Der Núcleo vertrat einen gemäßigten Flügel der brasilianischen modernistischen Bewegung.

Sigauds Karriere bestand aus zwei parallelen Aspekten: Er besaß ein Architektur- und Bauunternehmen und erlangte als Maler sozialer Themen eine herausragende Stellung. Seine Leinwände und Wandbilder zeigen städtische Bauarbeiter auf Gerüsten sowie ländliche Kaffeepflücker. Zu seinen berühmtesten Werken gehört ein Gemälde mit dem Titel Arbeitsunfall, ein Architektur- und Innenarchitekturprojekt für die Kirche von São Jorge und Wandmalereien für die Kathedrale von Jacarèzinho. Er beschäftigte sich auch mit Druck und Buchillustration.